Hilfe für die jesidischen Flüchtlinge

Im Sommer 2014 drohte ein Genozid an den Jesiden im Nordirak. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wütete in der Heimat der Jesiden. Jeder, der nicht dem radikalen Glauben der Kämpfer anhängt, gilt als Feind, besonders die religiöse Minderheit der Jesiden, Anhänger einer der ältesten Religionen der Welt.

Ein Volk auf der Flucht! Wer nicht flieht oder zum Islam konvertiert, wird getötet, auf brutalste Weise. Rund 5000 Mädchen und Frauen wurden von den IS-Milizen verschleppt und misshandelt; nur Einzelne konnten den Terror-Milizen entkommen und sich in Sicherheit bringen. Sie berichten von Vergewaltigungen und von einem regen Menschenhandel zwischen arabischen Staaten. Der internationale Militäreinsatz gegen die IS-Milizen konnte das Blatt für die Jesiden bisher nicht wenden.

Die in Deutschland lebenden Angehörigen der Volksgruppe bemühen sich, die Flüchtlinge im Krisengebiet zu unterstützen. So auch die jesidische Journalistin Düzen Tekkal.

Es ist ein verzweifelter Kampf gegen den IS-Terror und gegen die Zeit – der Winter bedroht das Leben von hunderttausenden Flüchtlingen in den Lagern im Grenzgebiet zwischen Irak, Iran, Syrien und der Türkei.

Düzen Tekkal, in Deutschland aufgewachsen, setzt sie sich für die Menschen in der Krisenregion ein.

Immer wieder reist sie in den Irak, berichtet von dort über die schrecklichen Zustände und das brutale Wüten der ISIS-Kämpfer.

Es sind schreckliche Geschichten, die die Jesiden vor Ort erzählen. 12- und 13-jährige Mädchen wurden von ISIS-Kämpfern vergewaltigt. Sie töteten Kinder und spießten ihre Köpfe auf Stangen auf, dann zwangen sie die Angehörigen, daran vorbeizugehen.

Solche Gräueltaten bestätigt die UN-Berichterstatterin Rashida Manjoo: IS-Mitglieder hätten Hunderte von Kindern und Frauen entführt und viele von ihnen vergewaltigt. Viele Frauen seien ermordet worden.

Im November 2014 reiste Düzen Tekkal mit der Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ erneut in den Irak. Dort verteilte sie Hilfsgüter – Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikel, Säuglingsnahrung und Winterbekleidung in den zahlreichen Flüchtlingslagern.

Kann ich für die Jesiden spenden?

Unbedingt, denn ihre Lage ist immer noch dramatisch. Wenn Sie helfen möchten, können Sie unter anderem hier spenden.